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Bisher habe ich mich lediglich vor den Fäusten der Klitschkos gefürchtet…doch die beiden Weltklasseboxer haben ja bekanntlich viel mehr auf dem Kasten. In einem unterhaltsamen Mini-Game lesen Vitali und Wladimir auch Deine Gedanken!

Groupon

Also für alle, die es noch nicht kennen: Bei Groupon lassen sich Gutscheine/Deals für bestimmte Produkte und Dienstleistungen in vielen Städten Deutschlands erwerben. Diese Deals kommen nur dann zustande, wenn eine bestimmte Anzahl an vorher festgelegten “Groupons” verkauft werden. Dabei kann man zwar eine Menge Geld sparen, meiner Meinung viel spannender aber ist, dass man durch Groupon auf coole Angebote aufmerksam gemacht wird, auf die man ansonsten nie gestoßen wäre.

Diese Woche werde ich mir in Begleitung ein bayrisches Drei-Gänge Menü schmecken lassen und dabei sicher das ein oder andere Mal auf Groupon anstoßen.

Ein Erfahrungsbericht folgt.

Politische Sprengkraft

Wer sich näher und vor allem aus erster Hand über die Berliner Politikszene informieren möchte, dem sei Michael Sprengs Blog “Sprengsatz” ans Herz gelegt. Neben Beurteilungen und Kommentaren zu aktuellen bundespolitischen Themen plaudert der Autor auch öfter einmal aus dem Nähkästchen und berichtet von den verschiedenen spannenden Unterhaltungen mit Politikern und Ereignissen, die die Karriere von Spreng bei der Welt, Bild am Sonntag und dem Express geprägt haben.

Allen die sich, zum Beispiel im Rahmen der Revolutionen und Proteste dieses Jahres, mit den arabischen Gesellschaften befassen, möchte ich die Arab Human Development Reports ans Herz legen. Dabei handelt es sich um von arabischen Spitzenwissenschaftlern im Auftrag der UN erstellte Berichte, welche die soziale und wirtschaftliche Lage in den arabischen Staaten intensiv beleuchten. Die letzte Version erschien 2009/2010.

Islam in Afrika

Im Rahmen der Recherche zu meiner aktuellen Hausarbeit bin ich auf die Seite “Religiously Remapped” gestoßen. Dieses Projekt von 2007 enthält eine Reihe von Landkarten von Afrika auf denen jeweils unterschiedliche Angaben zur Situation der verschiedenen Religionen gemacht werden werden. Auf der Startseite gibt es das ganze auch als PDF zum Download. Eine spannende Seite die einen Besuch lohnt!

Identity Foundation

Insbesondere im Rahmen meines Bachelor-Studiums habe ich mich intensiv mit Identitätsforschung beschäftigt. Ich bin dennoch mehr durch Zufall auf die Identity Foundation gestoßen, eine gemeinnützige Stiftung die sich die Erfoschung des Komplexes Identität auf die Fahne geschrieben hat. Besonders interessant fand ich eine Studie bei der die Generaldirektoren der EU Kommission in Leitfadeninterviews befragt wurden.

Die Ergebnisse sind besonders spannend für High Potentials, die ihren Weg in die EU Verwaltung finden möchten. So ist die Stichprobe der Generaldirektoren französisch und katholisch geprägt. Die meisten Befragten empfinden sich selber als Elite. Die Hälfte der Befragten haben schon in ihrer Kindheit Fremdsprachenföderung erhalten.

Schaut euch die Studie einfach mal an!

Lead User Ansatz

Da bin ich doch tatsächlich auf einen Artikel zum Lead User Ansatz gestoßen, den ich selbst verfasst hab. Habe gar nicht gewusst, dass er veröffentlicht wurde. Leider enthält der Text einige Rechtschreibfehler…

Lead User Ansatz

Konsumgesellschaft

Zunächst einmal Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch für alle, die das hier lesen!

Neulich hatte ich eine interessante Diskussion über die Eingleisigkeit und Aussichtslosigkeit unseres mittlerweile weltweiten Konsumsystems. Leider konnte ich die interessanten Anregungen, die ich durch meinen Professor in Spanien erhalten hatte nicht ganz so stichhaltig widergeben, wie ich es mir gewünscht hätte. Wie der Zufall so spielt, stieß ich dann heute auf ein Video zu genau diesem Thema. Da ich ein großes Faible grade für allgemeinverständliche und sachliche Dokumentationen hab, möchte ich euch dieses Video zur Konsum- und Wegwerfgesellschaft nicht vorenthalten. Schaut euch ” The Story of Stuff” an, ich denke es regt sehr zum Nachdenken an.

The Story of Stuff

Die Ergebnisse unserer Studie stehen nun online zur Verfügung, der Link steht ganz unten. Außerdem haben wir eine Pressemitteilung verfasst, die ich hier weitestgehend unverändert einstelle:

Bürger meinen: Medien mächtiger als die Bürger

Ergebnisse einer Umfrage der Universität Düsseldorf zum politischen Einfluss der Medien

Aus einer im Juni durchgeführten Umfrage bei mehr als 1000 Personen geht hervor, dass der politische Einfluss der Medien als größer eingeschätzt wird als der Einfluss der Bürger selbst. Nach Meinung der Befragten ist der Einfluss der Medien auf die politischen Entscheidungen in den letzten Jahren sogar noch gestiegen. Das beurteilen die Befragten eher kritisch. Außerdem sehen die Befragten den Einfluss der Medien auf die eigene politische Meinungsbildung als gering an, sehr viel stärker würde aber durch die Medien beeinflusst, was die Allgemeinheit politisch denkt. Die Untersuchung wurde unter der Leitung von Professor Gerhard Vowe und Marco Dohle von 22 Studierenden am Sozialwissenschaftlichen Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf durchgeführt.

Befragt wurden Studierende, Journalisten und aktive Politiker, um einen Vergleich zwischen diesen drei Gruppen zu ermöglichen. Die Journalisten und Politiker schätzen die politische Bedeutung der Medien sogar etwas höher ein als die Studierenden. Diesen politischen Einfluss sehen die Journalisten deutlich weniger kritisch als die beiden anderen Gruppen. Alle Gruppen sind insgesamt der Auffassung, dass die Medien im Vergleich zu den Bürgern einen größeren Einfluss auf die Politik haben – 75% der Befragten sehen die Medien als mächtiger an, der Rest sieht ein ausgeglichenes Verhältnis oder einen stärkeren Einfluss der Bürger.

Diejenigen, die den politischen Einfluss der Medien als stark einschätzen, sind aber nicht weniger als andere bereit, sich politisch zu engagieren. Das hatten die Leiter der Studie nicht erwartet: „Wir haben vermutet, wenn die Medien als besonders mächtig angesehen werden, dann resignieren die Leute und sagen, man kann als Einzelner doch nichts machen“, erläutert Professor Gerhard Vowe.

Der Einfluss der Medien auf konkrete politische Entscheidungen ist nach Meinung der Befragten etwas geringer als auf die Politik generell. Aber auch beispielsweise für die Klimapolitik meinen zwei Drittel der Befragten, dass die Politiker das Thema Klimawandel erst ernster nehmen, seit es intensiv in den Medien behandelt wird. Nur 19% der Befragten meinen, dass Politiker sich bei der Klimapolitik wenig von den Medien beeinflussen lassen.

In der Umfrage wurde auch ermittelt, dass die Befragten einhellig den Einfluss der Medien auf die eigene politische Meinungsbildung als eher gering ansehen, den Einfluss auf die Meinungen der anderen aber als groß und fast immer in einem negativen Sinne. „Das kann logisch nicht stimmen: alle sind felsenfest davon überzeugt, dass der Einfluss der Medien auf die anderen viel größer ist als auf einen selbst“, so Marco Dohle. Dieses Phänomen ist in der Fachliteratur als „Third-Person-Effect“, eine Art „Selbsttäuschung über anonyme Dritte“, bekannt: Die Medien hätten einen großen und meist negativen Einfluss auf die Allgemeinheit (die anonymen Dritten), einen gewissen Einfluss auf das unmittelbare Umfeld wie eigene Angehörigen und Bekannte (die einem bekannten Zweiten), aber so gut wie keinen Einfluss auf einen selbst. Die anderen werden manipuliert, man selbst aber selbstverständlich nicht. Auch dabei unterschieden sich die drei befragten Gruppen: Politiker sind noch mehr als die anderen Gruppen davon überzeugt, dass die Medien einen Einfluss auf die Allgemeinheit ausüben, nicht aber auf sie selbst. Bei der Klimapolitik stellt sich die Lage ähnlich dar.

Allerdings hat diese Selbsttäuschung wenig Einfluss auf das Verhalten. Zwar zeigt sich: wenn jemand den Medien großen Einfluss auf die Allgemeinheit zubilligt, tritt er eher dafür ein, den Spielraum der Medien zu begrenzen. Die Selbsttäuschung hat aber keine Folgen für das eigene politische Engagement oder für das Umweltverhalten: wer glaubt, dass die Medien starken Einfluss haben, tritt nicht mehr als andere für klimafreundliche Maßnahmen ein, z.B. Energiesparlampen.

Die Ergebnisse der Studie stehen zudem in Form einer Power Point Präsentation zur Verfügung. Die Präsentation und weitere Informationen finden Sie unter folgender Web-Adresse:

http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/kmw-vowe/forschung/medieneinfluesse


Heute mittag stellte sich Herr Riecke, seines Zeichens CEO von Studivz, den Fragen der Studierenden der Heinrich Heine Universität. Die Moderation der Veranstaltung leitete unter anderem meine Wenigkeit. Auch diese Begegnung mit einer Größe in der Medienbranche stellte sich als äußerst interessant dar. Neben aktuellen Zahlen zu StudiVZ, welches im deutschsprachigen Raum mittlerweile über 10 Millionen Nutzer hat, ging es auch um Jugendschutz, die Probleme um “Seelenstriptease” und ähnlichem, technische Neuerungen die uns in Kürze erwarten und Perspektiven des Unternehmnes generell.

Herr Riecke ist ein sehr sympatischer Mensch, der besonders gut mit Kritik umzugehen weiß. So zumindest war mein Eindruck. Im Bereich Jugendschutz tut das Unternehmen offenbar einiges, es gibt zum Beispiel eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Ministerien. Trotzdem gab Herr Rieke offen zu, dass gerade die Kids im SchülerVZ noch besser geschützt werden sollen. Die neuen AGBs beschrieb er uns als einen Super-Gau. Durch schlechte Kommunikation und die vermeintlichen Zeitungsartikel enstand ein völlig falsche Bild vom Unternehmen. Außerdem wurde der Verkauf von Nutzerdaten propagiert, was Riecke zu folgen schlicht und ergreifend nonsense ist.

Herr Riecke versicherte noch einmal, dass das StudiVZ, zumindest in seinen grundlegenden Funktionen, kostenfrei bleiben wird. Außerdem kündigte er technische Neuerungen an. Dazu gehören neben dem aus Facebook bereits bekannten Instant Messaging, auch eine StudiVZ Version für portable Endgeräte. Eine Datei-upload und Datei-Transfer Option wird anscheinend von vielen Usern herbeigesehnt, soll vorerst aber nicht realisiert werden.

Insgesamt betonte der CEO des öfteren die Wichtigkeit von User-Generated-Content. Die User sollen auch weiterhin eine Hauptrolle bei der Entwicklung von StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ spielen. Die StudiVZler sind übrigens gerade dabei ihrem Unternehmen einen neuen Namen zu geben. Er soll VZ Gruppe werden, wenn ich mich richtig erinnere.

Die Namenverstümmlungen einiger Nutzer waren Herrn Riecke ein besonderer Dorn im Auge. Neben der Sabotage vom Ursprungsprinzip des VZ, nämlich alte Freunde über ihren Namen zu finden, ist es auch völlig unsinnig seinen Namen aus Datenschutz gründen zu ändern. Bei der Einblendung personalisierter Werbung, welche sich übrigens einfach abstellen lässt, spielen nur vier Faktoren eine Rolle - Alter, Studienort, Studienrichtung und Geschlecht. Das personalisierte Werbung irgendwie auch sinniger für Verbraucher ist, erklärt sich von selbst.

Insgesamt ein spannender und erkenntnisreicher Tag. Unten sieht man unsere Arbeits- und Moderationsgruppe, Herrn Riecke und Prof. Lotsch.

Marcus Riecke an der HHU

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